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Was ist die getrennte Gebühr?

Die gesplittete Abwassergebühr ist keine versteckte Gebührenerhöhung! Die Gebühren werden lediglich in einer anderen Form erhoben. Mit der „gesplitteten Abwassergebühr“ wird die Kostenverteilung über die Verbraucher neu geregelt. Die Stadt Duderstadt erzielt damit keine Mehreinnahmen.

Allgemein werden mit den Abwassergebühren die Kosten abgerechnet, die für Ableitung und Reinigung des Abwassers anfallen. Zum Abwasser zählen sowohl Schmutz- als auch Niederschlagswasser.

Bisher wurden die Gesamtkosten gemeinsam in einer Abwassergebühr über die verbrauchte Frischwassermenge abgerechnet (modifizierter Frischwassermaßstab).

Zukünftig wird keine Gesamt-Abwassergebühr mehr ausgewiesen, sondern diese wird aufgeteilt in den Schmutz- und Niederschlagswasseranteil.

Das auf einem Grundstück anfallende Niederschlagswasser ist nicht direkt messbar. Aus diesem Grund wird die „reduzierte versiegelte Fläche“ des Grundstücks ermittelt. Diese Fläche wird für die Gebührenermittlung des Niederschlagswassers zu Grunde gelegt.

Diese Gebührenumstellung auf der Grundlage einer Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühr soll bei der Stadt Duderstadt frühestmöglich, aber spätestens zum 01.01.2018 erfolgen.

Um diese Trennung durchführen zu können, ist es zunächst erforderlich, alle bebauten und befestigten Flächen zu erfassen, von denen Niederschlagswasser unmittelbar oder mittelbar der öffentlichen Entwässerungsanlage zugeführt wird.

Die Stadt Duderstadt verzichtet in diesem Zusammenhang auf kostenintensive Beratungsleistungen Dritter und hat sich für das sog. Selbstauskunftsverfahren entschieden.

Alle in Frage kommenden Grundstückseigentümer (etwa 7.000!) erhalten in den kommenden Wochen und Monaten ein Anschreiben, ein Merkblatt und einen Selbstauskunftsbogen (s. Anlagen), in dem die Eigentümer gebeten werden, anhand dieser Unterlagen die in Frage kommenden Flächen selbst zu ermitteln und Angaben über die Art der Entwässerung der jeweiligen Flächen zu machen. Der Erfassungsbogen soll anschließend ausgefüllt und unterschrieben in dem ebenfalls beiliegenden kostenfreien Rückumschlag an die angegebene Adresse zurückgeschickt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Bogen einzuscannen und per E-Mail zu versenden bzw. ihn persönlich abzugeben.

Nach einem ersten Durchgang im Ortsteil Breitenberg und einer ‚Erprobung‘ der Erfassung und der Bearbeitung der Rückläufer folgen in den kommenden Monaten weitere Ortsteile. Bis Ende des Jahres 2016 soll diese Phase abgeschlossen sein, so dass spätestens zur Mitte 2017 die notwendigen Grundlagen für die Beschlussfassungen vorliegen.